Romanexperiment

Noch jemand Ideen?

Verfasst von azahar am November 17, 2008

In den letzten beiden Monaten habe ich meine Romane und natürlich auch Daniel und Tania sehr vernachlässigt. (Die Gründe dafür kann man in meinem Blog nachlesen). Um ehrlich zu sein, habe ich gar nichts getan, ausser ein bisschen an dem Winddämon rumzubasteln. Wobei das der Roman ist, von dem ich fast zu 100 % sicher bin, dass ich ihn niemals im Leben veröffentlichen kann. Er ist einfach zu experimentell, zu sehr ausserhalb aller Konventionen.

Das traurige ist, dass er der einzige meiner Romane ist, der inzwischen so gut wie fertig ist. Damit meine ich: X-mal überarbeitet und in einem Zustand, in dem ich selbst so gut wie nichts mehr daran machen kann.
Ich werde mich jetzt mal nach einem günstigen Copyshop umsehen und noch vor Weihnachten das Manuskript ein paar mal vervielfältigen, um es dann in Deutschland in meinem Bekanntenkreis zu verteilen. Sowas habe ich noch nie gemacht und ich bin mir ehrlich gesagt über den Erfolg des ganzen auch gar nicht sicher.

Meine Befürchtungen:

  • Die Personen werden es gar nicht lesen oder Jahre dafür brauchen
  • Falls sie es doch lesen, wird der einzige Kommentar, den ich bekomme, sein: Toll, solltest du unbedingt mal zu einem Verlag schicken. Meine Mutter wird wahrscheinlich in Tränen der Rührung ausbrechen [Was ihre Tochter nicht alles macht... Alles in allem sehr hilfreich und nützlich]
  • Jeder wird versuchen Parallelen zu meinem eigenen Leben in den Hauptfiguren zu finden. Dabei ist das der Roman, wo garantiert das wenigste von mir drinsteckt.

Mein Plan um das ganze in geregelte Bahnen zu lenken:

  • Ich gebe ein Zeitlimit von bis zu zwei Monaten vor. Wer glaubt das Manuskript bis dahin nicht lesen zu können, bekommt es nicht. [Ich sehe jetzt schon kommen, dass ich die Stapel Papier dann wieder mit nach Spanien schleppen darf.]
  • Ich werde 100x darauf hinweisen, dass Kommentare erwünscht sind und dass sie in den Papieren rumschmieren und kritzeln dürfen, was sie wollen. Vielleicht lege ich jedem sogar eine Packung Rotstifte bei.
  • Am Ende eines jeden Manuskripts werde ich einen Fragebogen anheften, mit ganz konkreten Fragen zu bestimmten Aspekten oder Dingen, die mir Sorgen machen.
  • Mit den Fragen nach dem Wahrheitsgehalt der Geschichte etc. werde ich wohl leben müssen.

Noch jemand Ideen?

5 Antworten zu “Noch jemand Ideen?”

  1. Fudge sagte

    Hatte auch gerade die Idee mit dem Fragebogen. Aber würde ihn bereits zu Beginn des Manuskripts beifügen. Ich glaube dann liest man bewusster und achtet auf mehr Details.

  2. azahar sagte

    @ Fudge
    Hm, da könntest du Recht haben.
    Andererseits habe ich mir auch gedacht, die Leser sollen ja Spass beim Lesen haben, so als wäre es ein Roman, den sie in der Buchhandlung kaufen. Und wenn ich sie von vorn herein schon drauf trimme, was sie tun, bzw. beachten müssen…
    Na ja, vielleicht sollte ich ganz einfach etwas selbstsüchtiger sein ;-)

  3. ajounie sagte

    Fudge hat da gar nicht so Unrecht. Du könntest aber auch zu Beginn einfach eine kurze Liste der groben Bereiche einfügen, auf die der Leser achten soll. Das ist vielleicht nicht ganz so verwirrend oder überwältigend wie ein kompletter Fragebogen, könnte aber trotzdem seinen Zweck erfüllen.

    Ich kann da jetzt nur Parallelen zur Musik ziehen, aber vielleicht nützt dir das ja auch was.

    Ein Bekannter von mir ist DJ und legt immer genau die Musik auf, mit der ich eigentlich nichts anfangen kann. Ich kenne noch nicht einmal die genaue Bezeichnung für diese Musikrichtung. Außerdem habe ich überhaupt keine Ahnung von so Dingen wie Übergängen und Flows und was es da nicht noch alles für Sachen gibt. Anfangs hat besagter Bekannter mich dann immer seine neuen Sets hören lassen, mir hinterher Fragen gestellt und als Antwort nur eine Sammlung von Fragezeichen bekommen. Inzwischen sagt er mir vorher, worauf ich achten soll und dann sagt er es mir noch einmal so, dass ich das auch verstehe. Meistens klappt das ganz gut und ich kann dann hinterher auch schonmal konkretere Fragen beantworten.

    Ähm… Und wenn du tatsächlich ein Manuskript übrig haben solltest, ich würds sonst auch wohl lesen. Und wenn dir zufällig irgendeine Version von Daniel und Tania auf den Kopierer fallen sollte, würde ich auch nicht ablehnen.

    Ansonsten fallen mir jetzt auch keine klugen Ratschläge mehr ein. Außer vielleicht einem, der aber irgendwie (gerade auch in Sachen Urheberrecht und so) auch nicht so toll ist. Du könntest das Skript von jemandem lesen lassen, der dich gar nicht weiter (und schonmal gleich gar nicht persönlich) kennt. Das würde diesen „Uuuhuuuhuuu, ich kenne Azahar und find das schon allein deswegen alles total toll, was sie geschrieben hat“-Effekt vielleicht ein bisschen ausbremsen. Ist aber natürlich auch eine Vertrauensfrage und von daher wohl eine Schnapsidee.

  4. ajounie sagte

    Das war übrigens ich, also Claude. Ich heiße jetzt nur anders.

  5. azahar sagte

    @ ajounie
    Sorry, das ich erst jetzt antworte!!!
    Du hast wahrscheinlich Recht, eine Kombination aus beidem, – kurze Übersicht am Anfang und längerer Fragebogen am Schluss -, wäre wohl die ideale Lösung. Jetzt muss ich das ganze in den nächsten 2 1/2 Wochen nur noch hinbekommen… Stress!!!

    Doch, ich glaube, für dich habe ich noch ein Manuskritpt übrig ;-) , wenn du es wirklich lesen willst. Schick mir einfach deine Adresse per e-mail, dann bekommst du es per Post. Mach dich aber drauf gefasst, dass der Stil und die Story ganz anders sind, als bei dem Roman über Daniel und Tania.

    Bei den beiden dauert das allerding noch ein bisschen, bis sie so weit fertig sind, dass ich das ganze anderen Leuten zum Lesen geben würde. Im zweiten Teil muss ich noch recht viel überarbeiten (und habe leider in den vergangenen Wochen überhaupt nichts dran gemacht … *seufz*)

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