Romanexperiment

Sein oder gewesen sein, das ist die Frage

Verfasst von azahar am Dezember 29, 2007

Ich bin seit einiger Zeit in einer virtuellen Schreibgruppe, dem Schreibnest, und habe dort vor ein paar Tagen einen Text von mir vorgestellt, danach kam die Diskussion auf, ob ein erzählender Roman besser im Präsens oder in der Vergangenheit geschrieben werden sollte.

Ich habe bis jetzt grundsätzlich fast immer alle meine Texte im Präsens geschrieben, allerdings bin ich mir jetzt überhaupt nicht mehr sicher, ob das eine gute Wahl war. Eine in der Vergangenheit erzählte Geschichte scheint dem Autor so viele Vorteile zu bringen und wenn ich mir all die Romane ansehe, die bei mir so im Bücherregal stehen, sind diese fast auch alle in der Vergangenheit.

Wie denkt Ihr darüber? Findet Ihr das Präsens in meinem Romanprojekt störend? Wäre das ganze in der Vergangenheitsform erzählt besser zu lesen?

2 Antworten zu “Sein oder gewesen sein, das ist die Frage”

  1. Claude sagte

    Ich finde das Präsens nicht störend. Und eigentlich lese ich das auch sogar ganz gerne so. Wobei mir gerade auffällt, dass meine kleine Schreibereien eher als Rückblick geschrieben wurden.

    Also wegen mir kannst du es ruhig im Präsens lassen. Und dann später, bei der nächste Geschichte, die keine Liebesgeschichte wird, probierst du es dann halt mal anders.

  2. azahar sagte

    @ Claude
    ähhhmm, das mit der Nicht-Liebesgeschichte werden wir noch sehen … ;-)
    Ich habe auch irgendwie das Gefühl, dass es bei dem Experiment hier ganz in Ordnung ist, wenn das ganze im Präsens steht, aber bei so anderen Dingen die ich geschrieben habe, wäre die Vergangenheit vielleicht gar keine so schlechte Idee.

    So nebenbei und wenn ich dadurch nicht zu neugierig oder aufdringlich wirke… dürfte ich etwas von dem was du so schreibst lesen?

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